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Big Data und die Ängste der Menschen; DIE ANGST ist allgegenwärtig...

Dieser Einladung sind 35 Bürgerinnen und Bürger und Parteimitglieder gefolgt, die sich über die Problematik mit dem Begriff Big Data informieren wollten. Durch die Diskussion führten: Hedwig Liekefedt (Ortsvereinsvorsitzende SPD OV Nord), Wilfried Denz (SPD OV Nord), Alexander Vogt (MdL und medienpolitischer Sprecher der SPD Landtagsfraktion NRW) und Christoph Strässer (SPD MdB für Münster) Gerade in der jetzigen Diskussion, was weiß der amerikanische Geheimdienst, was weiß der britische und französische Geheimdienst in Verbindung mit dem Abhören jeglicher Telefonate, SMS, E-Mails und anderen Verbindungen, war den Teilnehmern des Diskussionsabend besonders wichtig zu erfahren, was ist eigentlich Big Data, wie gehen wir damit um, was sind die positiven oder auch die negativen Auswirkungen. Ängste wurde offen angesprochen und diskutiert. Die Datenspeichersammelwut von Firmen, Behörden und anderen Einrichtungen kennt keinerlei Grenzen mehr, so Wilfried Tendenz vom SPD Ortsverein Münster Nord. Herr Denz, der dieses Thema vorbereitet hatte, referierte ca. 45 Minuten lang über Vor- und Nachteile von Big Data. Die Vorteile, beispielsweise den Bewegungsverkehr zu analysieren und dadurch Staus zu verhindern oder für den medizinischen Bereich, Daten zu sammeln um den Patienten doppelte Untersuchungen zu ersparen. Jedoch gravierende Nachteile und wenn es nur der Button von Facebook ist, der auf einer Produktseite installiert wurde und der Aufruf dieser Produktseite dem Aufrufenden tägliche Werbung beschert, er möge doch bitte seine Freunde auf Facebook suchen, wurden besprochen. Woher weiß Facebook das… Man kann also abschließend sagen, dass die meisten Teilnehmer besorgt waren, wie Daten über ihr Konsumverhalten, Bewegungsdaten oder auch ganz allgemeine Daten, nämlich der Besuch von bestimmten Homepages in gigantischen Speicherbereichen gesichert wird und Firmen gegen eine Gebühr verkauft wird um den eignen Profit noch zu maximieren. Alle Teilnehmer waren sich einig, dass eigentlich nur internationale Kontrollorgane und internationale Gesetzgebungen diesem gigantischen Hunger nach Daten und Informationen eindämmen können. Ebenso ist es wichtig, genau hinzuschauen, was ist sinnvoll an dieser Gier nach Information und was ist Unsinn. Auch dieser Abend konnte nur informieren, die Ängste eines jeden Einzelnen jedoch nicht zerstreuen. Jeder Einzelne muss sich darüber im Klaren sein, dass er immer und zu jeder Zeit Spuren im Netz hinterlässt, die auf seine Bewegung und sein Konsumverhalten Rückschlüssen zu lässt. Problematisch wird es nur, wenn ein potentieller Bewerber von einem Personalchef gefragt wird, ob er denn chronisch krank sei, er würde immer bestimmte Medikamente über das Internet bestellen. Auf diese Frage kann er gar nicht antworten zu einem Bewerbungsgespräch wird er gar nicht eingeladen... Das einzige was er gemacht hat, er hat Medikamente über seinen E-Mail Account bestellt, die für eine kranke Nachbarin bestimmt waren. Big Data hatte es möglich gemacht, dem eventuellen neuen Arbeitgeber zu suggerieren, der Bewerber sei chronisch krank... Thomas Schmidt