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LEG-Verkauf mit negativen Folgen für Münster

"Die Wohnungsgesellschaft Münsterland (WGM) und die Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft Nordwestdeutschland (GWN), die beide an dem Projekt beteiligt waren, haben ihren Rückzug vollzogen", erklärt Lars Wieneke, vom SPD-Ortsverein Nord zum Ratskandidaten für den Bezirk Schloss nominiert, zu dem auch große Teile des Kreuzviertels gehören. „Die Wohn + Stadtbau steht also im Moment alleine da. Und auch wenn diese das Projekt alleine stemmen will, so zeigen sich hier doch die Folgen einer verfehlten Politik des Landes“, so Wieneke. Der US-Fonds Whitehall hatte die Landesentwicklungsgesellschaft (LEG) und damit auch die WGM und die GWN übernommen. Wieneke: „Durch die Landesregierung wurde so einer Firma Tür und Tor geöffnet, die natürlich nur an ihrer Rendite interessiert ist. Eine sinnvolle Bebauung des Schulstraßengeländes, die sich eben nicht nur an einer Profitmaximierung orientiert, sondern die Bedürfnisse der Anwohnerinnen und Anwohner einbezieht und dazu auch preisgünstigen Wohnraum schafft, passt da offenbar nicht zu.“ Dr. Anna Boos, SPD-Landtagsabgeordnete, bestätigt dies: „Wir als Opposition im Landtag haben vor dem Verkauf der LEG gewarnt. Durch diese Privatisierung hat das Land sein Tafelsilber verkauft und kann nun nicht mehr im Sinne der Mieterinnen und Mieter Einfluss auf die knapp 96.000 Wohnungen nehmen, die zum Bestand der LEG gehörten.“