08.12.2016

Bild: Dialogveranstaltung Sparkassenschließung Diskussion
Uwe Eggelsmann von der Sparkasse und Hermann-Josef Mergen von der Volksbank (3. u. 4. v. l.) stellten sich dem Dialog mit dem Publikum und Moderatorin Janina Evers (rechts)

„Die Bargeldversorgung muss sichergestellt werden“

Dialogveranstaltung des SPD Ortsverein Münster-Nord zur Bankensituation in Uppenberg
„Es darf kein ersatzloses Verschwinden der Sparkasse aus Uppenberg geben. Zumindest die Bargeldversorgung muss sichergestellt werden“. In dieser Forderung waren sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Dialogveranstaltung des SPD Ortsvereins Münster-Nord einig. Die Bürgerinnen und Bürger diskutierten gemeinsam mit Vertretern von Sparkasse und Volksbank sowie dem SPD Fraktionsvorsitzenden im Rat der Stadt Münster, Dr. Michael Jung, zum kontroversen Thema „Bankensterben in Uppenberg“. Uwe Eggelsmann von der Sparkasse Münsterland Ost und Hermann-Josef Mergen von der Volksbank Münster begründeten zuvor die Filialschließungen und warben um Verständnis für die Entscheidungen der beiden Finanzinstitute.

„Der Stadtteil Uppenberg wächst. Hier wird es zukünftig daher nicht weniger, sondern mehr Nachfrage nach Bankendienstleistungen geben. Nicht nur für ältere oder mobilitätseingeschränkte Menschen ist die neue Situation eine klare Verschlechterung. Die Leute hier müssen nun weite oder kostenpflichtige Anfahrten per Bus in Kauf nehmen, nur um eine simple Überweisung zu tätigen oder sich Geld auszahlen zu lassen. Technisch anspruchsvolle Videokonferenzen mit dem Bankberater oder der sicherheitssensible Postversand von Bargeld können daher nicht wirklich die heilbringende Antwort der Banken auf die Filialschließungen sein. Virtuelles Banking ist heute noch nicht für jeden barrierefrei machbar. Die Kundinnen und Kunden zahlen zum Teil hohe Bankgebühren, dafür dürfen sie auch ein Mindestmaß an Service vor Ort im Viertel erwarten. Zumindest ein Bankserviceautomat und eine Aufnahmestelle für Überweisungsträger muss an den betroffenen Standorten erhalten bleiben“, fordern Hedwig Liekefedt, direkt gewählte Ratsfrau der SPD für Uppenberg, sowie Pat Röhring, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins.

Dass der Beschluss der Sparkasse zur kompletten Schließung des Standortes nicht in Stein gemeißelt ist, unterstrich Dr. Michael Jung, Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt Münster. In sämtlichen Beschlüssen der Aufsichtsgremien war demnach immer wieder die Möglichkeit zur Flexibilität betont worden. Natürlich müsse sich auch die Sparkasse wandeln, andererseits seien aber Stiftungen zur Förderung des öffentlichen Lebens üppig gefüllt. „An dieser Stelle muss die Frage erlaubt sein, ob nicht die räumliche Nähe zum Kunden im Mittelpunkt stehen muss“, so Jung.



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